Vintage Keys

Piano und Orgel Service

Werner Bothe



 

 



 




Hohner Electra Piano
Vollversion





 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HOHNER Electra Piano

*Die E-Gitarre unter den Pianos*

Ein Wolf im Holzpelz

 


 

Das HOHNER Electra Piano ist ein klassisches E-Piano und wurde 1968 bis 1970 in Deutschland in sehr kleiner Stückzahl gebaut. In den Jahren nach Woodstook 1969 schwappte mit dem Blues Rock der Flower-Power Bewegung auch die entsprechend zeitgemäße Instrumentierung dieser Musik über den Teich ins noch biedere Deutschland. Fender-Rhodes und Wurlitzer aus Amerika waren angesagt, während Hohner auf altbewährte Marktstrategien setzte. Heute erfährt man zwar, das die Studioaufnahme zu "Stairways to Heaven" von Led Zeppelin 1972 mit einem Hohner Electra Piano eingespielt wurde, doch das Piano blieb damals weitgehend unbekannt.


Hohner Werbung 1969

In dieser Zeit gab es zwei unterschiedliche Arten von Instrumenten namens "E-Piano", die elektrischen und die elektronischen Pianos. Das Elektrische, auch elektro-mechanische oder halb-akustische Piano erzeugt den Klang auf die gleiche Weise wie ein akustisches Klavier. Der schwingende Klangerzeuger wird aber nicht durch einen Resonanzboden verstärkt, sondern ein elektromagnetischer Tonabnehmer verwandelt die Schwingung in ein elektrisches Signal, das einem Verstärker zugeführt wird. Zu dieser Gruppe gehören die verschiedenen Modelle von Fender Rhodes, Wurlitzer und das Hohner Electra Piano.

Die andere Art waren elektronische Pianos. Sie verfügen über keine unmittelbare schwingende Klangerzeugung. Stattdessen werden durch Tastendruck Kontakte eines elektronischen Prozess geschlossen, der direkt ein schwingendes Signal erzeugt. Die meisten klangen grauenhaft, den oft matten und leblosen Tönen fehlte Gefühl und Dynamik. Beliebt zu der Zeit war das amerikanische Electra Piano von RMI (Rocky Mount Instruments).


RMI Electra Piano

Die Klangerzeugung des HOHNER Electra Pianos beruht auf Klangzungen aus Federstahl, wie beim Wurlitzer Piano auch. Die Klangzungen sind als schwingende Platten dreidimensionale Schallquellen, zu denen auch wegen ihres vergleichbaren Schwingverhalten die Glocken gerechnet werden.

Die Metallzungen sind je nach Tonhöhe mit Klangstäben aus Aluminium mit unterschiedlichen Bleigewichten als Resonanzkörper verbunden und funktionieren wie das Prinzip einer Stimmgabeln. Dieses System entspricht den so genannten "Tone Bars" des Fender Rohdes, das jedoch dünne, runde Metallstäbe, "Tines" genannt, als eindimensionale Klangerzeuger verwendet.

Die Klangzunge schwingt dicht vor einem elektromagnetischen Tonabnehmer, der beim Electra direkt am Klangstab befestigt ist. Die Schwingungen überträgen sich auf die magnetische Spule und induzieren eine Spannung, wie beim Pick Up einer elektrischen Gitarre.

Die Stimmung der Klangzungen ist wartungsfrei und bezaubern durch ihren lebendigen Frequenzverlauf im Attack. Schwingende Metallzungen haben ein ausgeprägtes ungerades harmonisches Obertonspektrum und klingen angenehm röhrenartig warm. Dadurch hat das HOHNER Electra Piano klanglich eine eindeutige Nachbarschaft zum Wurlitzer 200A. Der hölzerne Korpus des Hohner Electra Pianos unterstützt zudem die Resonanzeigenschaften.

Die Tastatur arbeitet ähnlich wie beim Rhodes, hat aber aufgrund gewichteter Hämmer eine feinere Anschlagdynamik. Die verwendeten Materialien der Mechanik bestehen vorwiegend aus Metall, was das Electra gegenüber witterungsbedingten Einflüssen im Vergleich zur einer Holzmechanik weniger anfällig macht.

Im Bass kernig, in den Höhen scharf prickelnd kling das Electra stark nach "Supertramp". Die Lautstärke lässt sich über den gesamten Tastaturbereich für unterschiedliche Musikrichtungen in 7 Gruppen über einzelne Potentiometer einstellen. Sämtliche Effekte einer E-Gitarre, wie Chorus, Hall, Distortion lassen sich einschleifen. Ein neuer Vorverstärker mit  Kopfhöreranschluss sorgt für genügend Line Out.

Das HOHNER Electra Piano, Baujahr 1970, wurde umfangreich neu aufgebaut und als transportables Stage-Piano mit "Wow-Effekt" wieder belebt.

I
ntoniert, gestimmt, klangstark, transportabel.






















Vorbeikommen - Antesten - Mitnehmen

1450,00 EUR


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©2017 Werner Bothe

 



 

"Nada Brahma"  in Nussbaum

Alles ist Klang, alles schwingt,
ist lebendig, miteinander
verwoben.